Eine Reise nach Argentinien

26.08.-18.12.2015

09Dezember
2015

Sturm & Probleme

Heute morgen bin ich dann um halb neun in Mercedes angekommen. Es hat gestürmt ohne Ende und die Straßen waren voller Wasser- sie wirkten eher wie der Bach vor Dykas Haustür. 

Schnell nach dem Linienbus informiert, mit dem ich nach Pelligrini sollte. Der ist aufgrund des Sturms aber nicht gefahren. Daher nach den kleinen Bussen gefragt, aber auch diese sind nicht gefahren! Und nu? 

Erstmal frühstücken... Der Verkäufer im Kiosk fragte mich, ob ich Cognac in meinen Kaffee möchte. Hab angefangen zu lachen und er stimmte ein. Na klar, war sicherlich ein Scherz, war ja erst neun Uhr morgens. Drehte mich um und alle Gauchos an den Tischen tranken Bier oder Cognac- war dann wohl doch ne ernste Frage cool

Nach nem Taxi im Anschluss informiert, doch die fahren alle nicht nach Pelligrini, zudem viel zu teuer. Also zur Touristikinformation und wegen einm Jeep Transfer gefragt = 1600 Pesos (ca. 155 Euro). Verzweifelt eine halbe Stunde überlegt, bis zwei Italiener zur T.information kamen und ebenso nach einem Transfer fragten. Perfekt- Kosten kann man sich teilen. Und da noch zwei weitere einen suchten, waren wir direkt fünf. Fünf somit einer zu viel? Ich bitte euch... wir sind in Argentinien "no problemo".

Somit ging es bei Sturm, überfluteten Straßen bzw. nach zwei Kilometer aus Mercedes raus über Feldwege (Schlimmer als der Zigeunerweg zuhause bei schlechten Tagen) und überfüllten Auto ins drei Stunden entfernte Pelligrini. Da wir einem Pick up hatten, wurde unser Gepäck in große Plastiksäcke gepackt und auf die offene Ladefläche gelegt.

Um 15 Uhr war ich dann in Pelligrini und kam zu einer wunderschönen Lodge, in Mitten vom Sumpfgebiet. Marcus, von der Rezeption brachte mich zu einem Zimmer und da er den falschen Schlüssel hatte, er keine lust hatte zurück zu laufen, fragte er mich, ob ich nicht lieber ein schöneres Zimmer möchte?! "ehm ok"... Das Zimmer war ausgelegt für fünf Personen und mein 1,40 großes Bett, hatte direkten Blick auf den Pool und das dahinterliegende Moor. Wahnsinns Aussicht :) ♡ Hier halte ich es wohl vier Nächte aus :)

Am späten Nachmittag reisten zwei Holländer an. Wir unterhielten uns nett und machten einen kleinen Spaziergang nachdem der Sturm sich etwas gelegt hatte und bei dem wir einen wunderschönen Vogel sahen. Grau, weiß mit einem roten Kopf.